Geld als Motivator?
18. Dezember 2005 – 1:06 am von Heiko van EckertHabe gerade in der Capital 25/2005 einen Artikel über Mitarbeitermotivation gelesen.
Unter der Überschrift “Beachtung zählt” steht da sinngemäß:
Der Erfolg eines Unternehmens hängt ganz wesentlich von der Motivation seiner Mitarbeiter ab. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Towers Perrin hat untersucht, was Mitarbeiter letztlich motiviert und an das Unternehmen bindet. Obwohl viele Personalleiter nach wie vor anderer Meinung sind, spielt die Vergütung eine eher untergeordnete Rolle.
Wichtiger sind Entscheidungsfreiräume, (neue) Herausforderungen im Job, sowie vorhandene Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Eine faire Vergütung darf dennoch nicht ganz außer Acht bleiben. Immerhin ist sie laut Studie auf Platz vier der Loyalitätsfaktoren.
Der Rezensent der mwonline-Redaktion von dem ich den Linktipp hatte schreibt dazu:
Es ist, als koenne man es einfach nicht glauben. Menschen werden durch interessante Aufgaben und Herausforderungen motiviert. Geld ist ein “Hygiene-Faktor”: Wird die Bezahlung als unfair erlebt, sinkt die Leistungsbereitschaft. Das wird nun einmal mehr durch eine Studie belegt. Wie viele Studien braucht es noch? Wer muss eigentlich noch ueberzeugt werden?
Dem kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen.
Und wie werden Sie am Besten motiviert?
Ein Kommentar zu “Geld als Motivator?”
Ja ja – das liebe Geld.
Es muß ein gerechter Ausgleich für die Leistung erfolgen, sonst sinkt die Leistung. Bekommt der Mitarbeiter mehr als er sich selber zugesteht, dann entsteht eine Spannung – seine Realität ist aus dem Gleichgewicht.
Es ist wie mit den Orcas in den Delphinarien. Bei der Ausbildung bekommen sie für eine gelungene Aktion einen (kleinen) Fisch.
Immer wieder.
Ich will hier keine Lanze brechen, daß Mitarbeiter zukünftig mit Fischen entlohnt werden. Aber das Prinzip stimmt.
Der Mitarbeiter muß ständig in der Überzeugung leben und handeln, daß er auf dem richtigen Weg ist.
Diese Überzeugung sollte in den Irrlehren der 80er durch ständiges Loben erzeugt werden.
Irgend wie logisch – aber loben Sie mal einen Mitarbeiter 10 mal am Tag (statt Fisch). Spätestens nach einer Woche hat er gekündigt.
Also wie kann ich ihm die o.g. Überzeugung vermitteln?
Mit jedem meiner Worte. Mit jeder Bewegung, jeder Geste.
Wenn ich innerlich von diese Überzeugung habe, dann vermittel ich sie akuch – immer.
geschrieben von Ulrich Beckmann am 07. Jan, 2006