Die 7:38:55-Regel

29. Januar 2007 – 12:49 am von Heiko van Eckert

Wer kennt es nicht, das Kommunikations-Modell.

7% Inhalt
38% Stimme
55% Körpersprache

Ein Dank an André, er hat die Quelle für mich recherchiert:

Die 55-38-7-Regel ist eine der bekanntesten Zahlenvorgaben für die Wirkung von Körpersprache. Es handelt sich dabei um ein interessantes und prägnantes Modell zum Verständnis der Bedeutung von nonverbaler Kommunikation und nonverbaler Kompetenz. In einer Studie von Mehrabian und Ferris “Inference of Attitude from Nonverbal Communication in Two Channels” konstatiert der Forscher, dass bei Präsentationen vor Gruppen 55 Prozent der Wirkung durch Ihre Körpersprache bestimmt wird, d.h. Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt. 38 Prozent des Effekts erzielen Sie durch Ihre Stimmlage und nur 7 Prozent durch den Inhalt Ihres Vortrags (/The Journal of Counselling Psychology 31, S. 248-252, 1967).

Wer mehr über das Experiment, dessen Ergebnisse zu dieser Aussage führten erfahren will, möge hier klicken http://emw.fh-potsdam.de/users/itdm/knicol/Websites/mehrabian.html

Insgesamt birgt die Website eine ganze Reihe spannender Informationen zur “Sprache ohne Worte” http://emw.fh-potsdam.de/users/itdm/knicol/Websites/

Spannend, oder?

  1. 5 Kommentare zu “Die 7:38:55-Regel”

  2. Hier auch interessante News …. nettes Thema !

    http://bettercomms.blogspot.com/2005/08/7-38-55-myth.html

    geschrieben von Scharf am 04. Feb, 2007

  3. Guten Morgen aus Hamburg,
    dann herrscht doch anscheinend Nichtwissen bei den meisten Personalleitern (bei Einstellungen von Empfangsdamen, Telefonistinnen etc.) und Call-Centerbetreiber vor …?
    Wenn ich an die Damen und Herren denke, die mich anrufen – oder die ich am telefonischen Empfang bei Unternehmen habe, dann werde ich das Gefühl nicht los: “Hauptsache, die Kosten sind akzeptabel!”

    Der telefonische Empfang ist doch vergleichbar mit dem ersten Eindruck über einen Menschen, respektive hier Unternehmen … wie heißt es: “Die ersten 5 Sekunden entscheiden!”
    Wer TIPS hat oder mitarbeiten möchte – besucht mich auf http://www.its-your-show.biz – Gruss Bernd

    geschrieben von Bernd R. Wehn am 31. Mrz, 2007

  4. Die Zahlen klingen erstmal durchaus plausibel. Aber etwas stutzig kann man schon werden. Vor allem scheint mir, daß diese Werte eher als Durchschnitt gemeint sein können, und nicht so sehr als stabiler Wert in jeder Situation. Darüber hinaus vermute ich, daß die Wirkung dieser verschiedenen Faktoren vom Typ des Gegenüber abhängen.

    geschrieben von Andreas Lohr am 02. Jun, 2007

  5. Hallo,

    es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen an die 7/38/55-Regel glauben, wenn sie doch dem gesunden Menschenverstand komplett widerspricht. Wie kann man denn behaupten, dass diese Zahlen plausibel klingen?

    Warum sollte ich eine Fremdsprache lernen, wenn die Worte nur 7% der Kommunikation ausmachen. Kann ich mir dann auch sparen, ich verstehe ja doch immerhin bis zu 93% von dem, was gesagt wird.

    Wer recherchiert, findet heraus, dass das Experiment mit einzelnen Wörtern, und nicht mal mit Sätzen durchgeführt wurde und Merhabian selbst schon immer gesagt hat, dass man diese Ergebnisse NICHT auf alltägliche Kommunikation anwenden kann.

    Wer englisch kann, findet hier mehr:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Albert_Mehrabian
    http://www.coachteam.no/Documents/MytenOmNonverbalKommunikasjon.pdf
    http://www.visualbeing.com/2005/08/13/do-you-see-the-words-coming-out-of-my-mouth/

    Wer kein Englisch kann, hat auch kein Problem, er versteht ja trotzdem 93% ;-)

    /bernhard

    geschrieben von Bernard am 08. Dez, 2008

  6. Hallo Bernard,
    warum so kritisch?
    Der von mir als Quelle verlinkte Artikel beschreibt doch genau das, was Du anmerkst, oder hast Du die Quelle gar nicht gelesen? ;-)
    Hier noch einmal der letzte Satz:
    “Stimmen also bei dem Redner Worte, stimmliche Qualität und Körpersprache überein, so erhöht sich die Wirkung seiner Rede maßgeblich. Umgekehrt entstehen bei inkongruentem Auftreten Widersprüche zwischen dem Gesagten und der Art wie es gesagt wurde.”

    Vielen Dank für Deine kritischen Anmerkungen. Noch eine Ergänzung, die ich im Seminar ab und an mache. Lies doch bitte einmal den Satz:
    Ich habe nicht gesagt, dass er das Geld gestohlen hat.
    Nur durch eine Veränderung der Betonung, kannst Du hier einige verschiedene Bedeutungen in den Satz hineinlegen. Gleicher Inhalt, verschiedene Stimme, verschiedene Bedeutung. ;-)

    geschrieben von Heiko van Eckert am 09. Dez, 2008

Kommentar schreiben