Wenn es um alles geht…
3. Juni 2009 – 4:00 pm von Rainer JankowskiHier eine kleine, sehr interessante Randnotiz in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, über die laufenden Verhandlungen zwischen GM und der Bundesregierung:
“… Berater des Bundeswirtschaftsministeriums entdeckten erst unmittelbar vor Beginn der entscheidenden Sitzung am Freitagabend im Berliner Kanzleramt einen Passus im Anhang zu einem Kreditvertrag über 1,5 Milliarden Euro für Opel und Vauxhall, der General Motors einen Geldsegen von 334 Millionen Euro beschert hätte. Das Geld sollte unmittelbar nach Einrichtung der Kreditlinie auf ein Konto auf den Cayman Islands transferiert werden. Im Gegenzug hätte die europäische GM-Tochter eine Forderung gegenüber der amerikanischen Mutter in der gleichen Höhe erhalten sollen. Der Passus wurde ersatzlos gestrichen, GM habe später behauptet, der Vorgang sei ein Versehen gewesen, hieß es in Berlin unter Berufung auf Verhandlungskreise.”
Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, das insbesondere bei wichtigen Verhandlungen immer wieder genau hingeschaut werden sollte. Denn je mehr auf dem Spiel steht, desto trickreicher arbeitet die andere Seite.
Dies als kleiner Reminder für Ihre nächste Verhandlung;-)
Viel Erfolg
Rainer Jankowski