Konsequente Kundenorientierung – Ein Lob auf Herrn G.

26. November 2009 – 7:23 pm von Rainer Jankowski

Aus gegebenen Anlass möchte ich heute über “meinen” Taxifahrer berichten: Herr G. ist ein Paradebeispiel für exzellenten Service und das gelebte Verständnis für die Bedürfnisse seiner Klientel. Die Grundausstattung an sich hebt sich bereits vom Durchschnittstaxi in München ab (Fernsehmonitore in den Kopfstützen, Akzeptanz aller Kreditkarten, Zeitungen und Magazine, tadellos gepflegtes Auto, und und und), doch heute hat er mir ein weiteres Mal gezeigt, was aktive Kundenorientierung bedeutet. Kaum nachdem er mich heute abgeholt hat, habe ich es geschafft mich sofort mit meinem Kaffee über Hemd und Krawatte zu bekleckern. Ist natürlich klasse, wenn der nächste Kundentermin gleich bevorsteht und die Zeit eh schon knapp ist…  Doch zwei Hundertstelsekunden später hatte mir Herr G. mit entspanntem Lächeln einen Fleckenentfernungsstift  in die Hand gedrückt…  Der Mann ist einfach gut vorbereitet! (In diesem Fall konnte der Stift nur leider nichts ausrichten, denn ich hatte mich sehr gründlich und kunstvoll an mir selber ausgelassen…) Nachdem ich das Hemd gewechselt habe, ging es dann endlich los. Die Zeit wurde nun noch knapper und unglücklicherweise gab es diese blöde Baustelle kombiniert mit schlechter Ausschilderung der Umleitung. Für Herrn G. kein Thema, durch seine Aufmerksamkeit ist ihm ein matschiger Feldweg aufgefallen, den sein Navi zwar großzügig übersah, weil es definitiv keine befahrbare Strasse war, doch wir totzdem dort entlang fuhren. Ohne Murren, ohne irgendein zögern ging es unkonventionell weiter zum Kunden und ich konnte den Termin pünktlich wahrnehmen, ohne selber in irgendeiner Form gestresst zu sein.

Was ich heute daraus wieder gelernt habe und für mich mitnehme:

Herr G. ist nicht mein Taxifahrer, sondern vielmehr ein sehr netter Herr, der versucht mir meine Arbeit so leicht wie möglich zu machen und eventuell auftretende Schwierigkeiten versucht für mich zu lösen… und den ich sehr gerne bezahle und dem ich noch viel lieber gutes Trinkgeld gebe. Seine Leistung und seine Einstellung sind nämlich genau genommen unbezahlbar.

Herr G., vielen vielen Dank!

Rainer Jankowski

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